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Von der Macht der Vergebung in der Beziehung

Liebe bedeuet auch Vergebung.

Sonnenschein-Beziehungen wünschen wir uns alle. Doch die wenigsten wissen, wie man eine solche Beziehung überhaupt erreicht. Partner werden ausgetauscht wie die Unterwäsche, weil eben das eine oder andere nicht so ganz gepasst hat. Doch gerade in diesen Bereichen des nicht Zueinander-passens liegt das größte Potenzial für eine Beziehung. Nur wenn wir auch Ja zu der zweiten Medaillen-Seite unseres Partners sagen können, erleben wir das ganze Wunder einer Beziehung. Der Schlüssel zu dieser Tür ist die Vergebung.

Vergebung ist etwas für Fortgeschrittene

In unserer heutigen schnelllebigen Wegwerf-Gesellschaft wird sofort alles ausgetauscht: das alte Handy gegen ein neues, die Handtasche muss immer zum jeweiligen Outfit passen und nach Möglichkeit wäre es gut, wenn der Partner zu unserer jeweiligen Stimmungslage passt. Dass kein Mensch dieses Kriterium erfüllen kann, ist bekannt; der Umstand wird mit Partnerwechsel aus dem Weg geräumt. Dabei vergessen viele, dass jeder Mensch ein Produkt seiner Vergangenheit ist, dass Muster aus seiner Kindheit in ihm fort bestehen und dass oft nur ein offenes Gespräch, etwas Empathie und Vergebung ein Wunder in unser Leben bringen könnten, welches neue Tiefen eröffnet und uns die Oberflächlichkeit unseres Daseins hinterfragen lässt. Doch ist es vielfach so, dass wir erst selbst durch die Abgründe des Mensch-seins gewandert sein müssen, um mit Vergebung etwas anfangen zu können. Nur wer selbst Narben auf der Seele trägt, wird einen Partner verstehen, der sich in manchen Situationen sonderbar verhält.

Der Schlüssel ist Vergebung

Da Beziehungen etwas Lebendiges sind und sich nicht nur ständig weiter entwickeln, sondern auch immer wieder verändern, ist die größte Kraft innerhalb aller Verbindungen die Vergebung. Beziehungen wurden aus Liebe eingegangen und Vergebung ermöglicht es uns, weiterhin verbunden zu bleiben, auch wenn man bestimmte Vorgehensweisen einer geliebten Person nicht gutheißt.

Vergebung heißt nicht, ein Vergehen zu tolerieren oder gar zu verteidigen. Vielmehr ist es so, dass man in der Form damit umgehen kann, dass man nicht selbst etwas verschuldet hat und unser Partner für eine bestimmte Vorgehensweise seine Gründe hatte. Im schlimmsten Fall liegen Fehlverhalten pathologische, sprich krankheitsbedingte Gründe zu Grunde. Wenn das der Fall ist, braucht es um so mehr die Vergebung und unseren Rückhalt, denn unser Partner hat dann nicht aus Willkür heraus gehandelt, sondern weil er das Opfer einer Krankheit ist.

Wie auch immer: Vergebung heißt nicht, Fehlverhalten zu verteidigen oder gar gutzuheißen oder sich damit zu identifizieren, sondern auch alle anderen Seiten des Partners mit Wohlwollen zu sehen und ihn nicht auf das zu reduzieren, was er „angestellt“ hat. Man muss sich immer vor Augen halten, dass der Partner auch unter dem Geschehenen leidet. Ihn dafür auch noch zu verurteilen bringt nur weiteres Leid.

Verzeihen heißt, den eigenen inneren Frieden wieder herzustellen, indem man den Partner nicht „wegwirft“, sondern ihn da abholt, wo er gerade ist. Idealer Weise kann man sich selbst auch durch einen Verhaltens-Coach stärken lassen, der einen durch diese schwierige Phase begleitet. Als Belohnung dafür erhält man eine Beziehung, die auf Vertrauen und Vergebung gegründet ist, also eine Sonnenschein-Beziehung, die auch die Schatten kennt. Denn nur Sonnenschein kann es nicht geben, wir brauchen auch manchmal Regen! Aber es gilt nach wie vor: Bevor man durch das Verhalten seines Partners selbst schwerwiegenden psychischen Schaden nimmt, ist eine Beziehung unverzüglich zu beenden!

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